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Repertoire

Wir sind jung. Wir sind stark.

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Drama

128 min
 
Wir sind jung. Wir sind stark.
 
2015

Zorro Filmverleih
Wir sind jung. Wir sind stark.
Drama
|
128 min
|
Deutschland
|
2015
|
FSK 12

Regie: Burhan Qurbani

Mit: Devid Striesow, Jonas Nay, Joel Basman

Termine

Repertoire

Synopsis

Rostock 1992. Stefan hat sich schon lange von seinem Vater, einem SPD-Politiker abgewandt. Er hängt mit seiner Clique herum - darunter ein Rechtsradikaler, der in der Gruppe den Ton angibt. Die Vietnamesin Lien hat nach der Wende einen Job gefunden und will im Gegensatz zu ihrem Bruder und dessen schwangerer Frau in Deutschland bleiben. Am Abend des 24. August 1992 macht ein brauner Mob im Ortsteil Lichtenhagen Jagd auf Ausländer und wirft Brandsätze ins sogenannte Sonnenblumenhaus, wo Asylbewerber untergebracht sind.

Der Film kann als Ausgangspunkt für eine allgemeine Beschäftigung mit den Themen Flüchtlinge und Asylrecht, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dienen, wobei sich aktuelle Bezüge aufdrängen. Eine historische Kontextualisierung der Ereignisse des Films sollte sich dabei nicht auf das Gebiet der ehemaligen DDR bzw. die Perspektivlosigkeit nach dem Ende der DDR beschränken, sondern zum Beispiel auch die Asyldebatte in der Politik seit 1990, die Anschläge in Mölln und Solingen sowie den sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ einbeziehen. Hinterfragt werden können weiterhin „Rechts“- und „Links“-Sein als Richtungsbegriffe in Politik und Gesellschaft, Gruppenzwang, die Rolle der Polizei, Mittäterschaft, Feigheit und Zivilcourage in Bevölkerung und Politik.

Zahlen & Fakten

FSK 12
Fassung deutsche Fassung
Produktionsland Deutschland
Regie Burhan Qurbani
Drehbuch Behnke Martin, Burhan Qurbani
Kamera Yoshi Heimrath
Darsteller  Devid Striesow, Jonas Nay, Joel Basman
Musik Matthias Sayer, Tim Ströble
Schnitt Julia Karg
 
 
 
 
 
 
 
 
Sein Debütfilm SHAHADA war 2010 eine der großen Entdeckungen im Wettbewerb der Berlinale. In seinem neuen Werk rekonstruiert er erzählerisch mit fabelhaften Darstellern die fremdenfeindlichen Exzesse 1992 in Rostock-Lichtenhagen. Dietmar Kanthak 15.12.2014
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