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Repertoire

Vor der Morgenröte

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Drama

106 min
 
Vor der Morgenröte
 
2015

X-Verleih
Vor der Morgenröte
Drama
|
106 min
|
Deutschland
|
2015
|
FSK 0

Regie: Maria Schrader

Mit: Josef Hader, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz

Termine

Repertoire

Synopsis

Mit ihrer gerade mal zweiten Regiearbeit erwirbt sich Schauspielerin Maria Schrader ihren Platz unter den großen Filmemachern des europäischen Kinos: Stefan Zweig, Verfasser der in den Schulbuchkanon eingegangenen „Schachnovelle“, zählte seinerzeit zu den meistgelesenen deutschen Autoren. Ein Literaturstar, nicht zuletzt in Brasilien, wo der überzeugte Pazifist und Humanist jüdischer Abstammung vor den Nazis Zuflucht suchte. Maria Schrader und ihr Drehbuchautor Jan Schomburg umreißen episodisch die letzten Jahre des überzeugten Europäers zwischen Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York und Petrópolis bis zu seinem Tod 1942.

Lichtjahre entfernt vom nächstbesten Biopic oder einer kostümverliebten Geschichtsstunde verbindet sich vielschichtiges Künstlerporträt, kluge Reflexion über die gesellschaftliche Verantwortung des Schriftstellers und stilles Drama über die Tragik des Exils. Das ist unendlich präzise in der Zeitbeschreibung und in seinen drängenden Fragen aktueller kaum denkbar. Josef Hader in der Titelrolle demonstriert eindrucksvoll, dass er nicht nur ein begnadeter Komiker, sondern auch als Charakterdarsteller eine Klasse für sich ist. Das gilt auch für dieses fein komponierte, luzide fotografierte und meisterhaft inszenierte Ereignis von einem Film. Ganz großes Kino!

Zahlen & Fakten

FSK 0
Fassung deutsche Fassung
Produktionsland Deutschland
Regie Maria Schrader
Darsteller Josef Hader, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz

Filmpädagogisches BegleitmaterialDownload (PDF)
 
 
 
 
 
 
 
Stefan Zweigs Sprache ist preziös, sie macht Umstände, balanciert elegant an den Abgründen der Seele und den Umbrüchen der Zeiten. Maria Schrader findet für sie eine bezwingende filmische Entsprechung – obwohl sie gar keine Vorlage Zweigs adaptiert, sondern einige Kapitel seines Exils aufschlägt Gerhard Midding 24.05.2016
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